

Die Inseln im Südosten entstanden vor etwa 4 bis 5 Millionen Jahren. Während manche der älteren Inseln inzwischen unter der Wasseroberfläche verschwunden sind, werden die Inseln Isabela und Fernandina noch immer geformt. Diese Inseln, welche sich im Westen befinden, sind schätzungsweise vor „nur“ einer Million Jahre entstanden. Beispielsweise ist es auf der Isabela Insel möglich, relativ neue Lavaströme zu sehen, die faszinierende Muster geschaffen haben.
Die Galapagos Inselgruppe wird heute noch immer als eine der aktivsten Inselgruppen der Welt angesehen. In den letzten 200 Jahren erfolgten 60 Vulkanausbrüche. Der letzte Ausbruch ereignete sich am 4. September 2017. Die Inselgruppe besteht aus 13 groen Inseln, 6 kleineren Inseln und an die 100 kleinere Inselchen, die oft nicht größer sind als ein paar Felsen.
Obwohl die Galapagos Inseln am Äquator liegen, haben sie nicht das selbe Klima wie andere Äquatorialregionen. Auf den Galapagos Inseln gibt es zwei Jahreszeiten: die „warme“ Jahreszeit von Januar bis Anfang Mai und die „kalte und trockene“ Jahreszeit von Mai bis Dezember.
In der warmen Jahreszeit beträgt die Durchschnittstemperatur 28ºC/82ºF. Die Tage sind sonnig/heiß, der Ozean warm und ruhig. Die Monate März und April sind generell die wärmsten und nassesten.
Die kalte Jahreszeit, mit einer Durchschnittstemperatur von 18ºC/64ºF, wird wegen des Nebels und des bewölkten Himmels während des Tages auch die Garua-Jahreszeit genannt. Diese Temperaturen werden von den Humboldt-Strömen, welche von der Südküste Chiles kommen und die Seeluft abkühlen, verursacht.
Während die weißen Sandstrände am Tag nicht allzu heiß sein mögen, erreicht das schwarze Lavagestein bis zu 50°C/122ºF. Auch spielt die Höhe eine Rolle. Liegt ein Ort höher, kann es kalt und feucht sein, während es in tieferen Lagen heiß und trocken ist.
Alle drei bis fünf Jahre, teilweise sogar alle zwei Jahre, beeinflusst El Nino das Klima der Galapagos Inseln. Unüblich warme Ozeantemperaturen und verstärkter Regen beeinflussen die Galapagos Inseln als Gesamtes. Es gibt weniger nährstoffreiches Wasser und deshalb auch weniger Nahrung für die Tiere, die auf Galapagos und in den umliegenden Gewässern leben.
Es ist nicht ganz klar, wer die Galapagos Inseln entdeckt hat. Allerings glauben die meisten Historiker, dass Tomás de Berlanga die Inseln im Jahr 1535 durch Zufall entdeckte. Er war ein spanischer Bischof, dessen Schiff auf dem Weg nach Peru vom Kurs abgekommen war. Als Tomás und seine Besatzung dort strandeten, waren sie fasziniert von den Schildkröten, die so groß waren, dass kein Mann sie tragen konnte und von den Vögeln, die vor Menschen keine Angst hatten. Tomás und seine Crew betraten und verließen die Insel durch eine Nebelwand. Diese magische Atmosphähre führte zu dem Namen “los enchanted” oder “Die Verzauberte”.
Die nächsten zweihundert Jahre nutzten Piraten die Inseln als Versteck. Man fand heraus, dass die Riesenschildkröten über ein Jahr lang ohne Wasser und Nahrung überleben konnten. Dies wurde dazu genutzt, um die Schildkröten zu fangen und mit auf Schiffsreisen zu nehmen, um sie in schlechten Zeiten töten und essen zu können. Die selbe Vorgehensweise wurde von Walfängern und Robbenfängern fortgesetzt, als sie die Schildkröten als Nahrungsquelle entdeckten.
1832 beanspruchte Oberst Ignacio Hernandez die Galapagos Inseln im Namen der ecuadorianischen Regierung. Er nannte die Inseln „Archipelago del Ecuador“ und gab den Inseln spanische Namen. In den darauffolgenden Jahren diente Isabela als Strafkolonie. Die letzte Kolonie schloss erst 1958. Als die Vereinigten Staten sich am zweiten Weltkrieg beteiligten, dienten die Galapagos Inseln als eine Schutzbasis für den Panamakanal.
Ein Flugplatz wurde auf der Insel Baltra errichtet. Dort kamen die ersten Passagierflüge in den Sechzigern an. Die Bevölkerung und Touristenzahl stieg rasch an. 1959 lebten 1,000 bis 2,000 Menschen auf den Inseln. 2018 lebten 31,600 Menschen dort. Der Flughafen Aeropuerto Seymour (Aeropuerto Ecolòcio de Galapagos) wurde der erste ökologische Flughafen der Welt. Er verwendet einzig Sonnen- und Windenergie.
Jede der Galapagos Inseln ist einzigartig. Viele Inseln bestehen einzig aus Wüste, andere sind gebirgsreich und völlig überwuchert. Die flachen Inseln sind die trockensten,
In der Küstenregion wachsen Pflanzen wie Mangroven, Salzsträucher, Myrten und kleine Wasserpflanzen, die mit dem hohen Salzgehalt leben können. Danach kommt die Trockenzone, welche durch die Dornpflanzen mit kleinen Blumen gekennzeichnet ist. Bewegt man sich weiter in das Inland, gibt es übriggebliebene Pflanzen und kleine Büsche.
Die höhere Zone (zwischen 200 und 500 Metern über dem Meeresspiegel) wird wegen des gleichnamigen, häufig anzutreffenden Baumes auch „Scalesia-Zone“ genannt. Die Bäume sind oft überwachsen mit verschiedenen Orchideen, Bromelien oder Farn. Weitere Pflanzen dieser Umgebung sind Pilze und Guava Passionsblumen. Ab einer Höhe von über 500 Metern gelangen Sie in die Miconia-Zone. Diese beliebte Zone wird für Landwirtschaft und die Viehzucht genutzt. Es werden Kaffee, Orangen, Ananas und weitere Pflanzen angebaut. Die höchste Zone besteht hauptsächlich aus Gräsern und Farn, welche hier bis zu 3 Meter hoch wachsen können. Heute sind bereits über 1,400 Pflanzenarten auf den Galapagos Inseln registriert. Davon sind ca. 30% heimisch und können sonst nirgends auf der Welt vorgefunden werden.

Die Galapagos Inseln verdanken ihre Berühmtheit zum Teil Charles Darwin. Der Englische Naturforscher kam 1835 zu den Inseln. Kein anderer Ort der Welt hatte so viel Einfluss auf seine Arbeit wie die Galapagos Inseln.
Charles Darwin war der Erste, der bemerkte, dass alle Tiere, die die Reise durch den Ozean auf sich nahmen, sich mit der Zeit anpassten, um auf den Galapagos Inseln überleben zu können. Darwin war ganz besonders von den Unterschieden zwischen den Tierarten der verschiedenen Inseln begeistert. Das berühmteste Beispiel hierfür sind die Finken, die später nach ihm benannt wurden. Von den Darwin Finken gibt es 13 Unterarten, die vermutlich alle von einer Urart abstammen. Abhängig von ihrer Lebensumgebung haben alle Arten eigene Charakterzüge. Manche Arten haben lange Schnäbel, um Insekten zu fangen. Andere Arten zeichnen sich durch lange, kurze Schnäbel aus, um beispielsweise Samen zu zerkleinern. Einige Jahre nach seinem Besuch auf den Galapagos Inseln zeigte Charles Darwin auf, dass dies ein Resultat der natürlichen Selektion sei. Manche Tiere weichen von anderen Tieren ab und somit ist es wahrschienlicher, dass sie überleben. Neue Arten entstanden, indem diese abweichenden Merkmale von Generation zu Generation weitergegeben wurden.
Darwin nannte die Galapagos Inseln auch das Paradies der Reptilien, da Tiere wie der Meeresleguan sich wahrscheinlich von einer auf dem Land lebenden Spezies herausgebildet haben, die vor Millionen von Jahren ausgestorben ist. Sie passten sich an das Meer an, indem sie anfingen, sich von Seetang zu ernähren. Um ihre Nahrung zu erreichen, mussten Meeresleguane oft bis zu 12 Meter tief tauchen.
Darwin berichtete von seinen Entdeckungen in seinem Werk „On the Origin of Species“. Seine Arbeit erhielt eine Menge Kritik, da er andeutete, dass das Tierreich nicht direkt ein Resultat Gottes sei, sondern dass sich die Tiere alleine entwickelt hätten. 1959 wurde die Charles Darwin Forschungsstation gegründet, um weiterhin wissenschaftlicher Forschung nachgehen und die Umweltbildung fördern zu können.
Die Galapagos Inseln werden von Kreuzfahrtschiffen von Guayaquil aus angefahren, wobei die meisten Touristen die Inseln mit dem Flugzeug erreichen. Drei Fluggesellschaften fliegen täglich von Quito nach Guayaquil (Avianca, lan, Tame). Von Baltra fahren Busse oder Fähren nach Puerto Ayora auf der Insel Santa Cruz oder die Insel San Cristóbal. Bei Ankunft müssen Besucher eine Eintrittgebühr von $100 und $20 für eine Migrations-Transitkarte bezahlen (Preise können sich jederzeit ändern).

Die Boote haben die Möglichkeit, an einer der 56 Stellen anzulegen, die für Besucher geöffnet sind. Aber selbst dann darf man sich nur in Anwesenheit eines Guides auf der Insel umsehen. Für manche sehr wertvolle Orte gibt es mehr Vorschriften. Zum Beispiel wird die Besucherzahl pro Monat eingeschränkt. Dies alles wird für die Nachhaltigkeit der Inseln und ihrer natürlichen Bewohner getan.
Die Santa Cruz Insel ist mit 986 Quadratkilometern die zweitgrößte Insel der Galapagos Inselgruppe. Die meisten Kreuzfahrtschiffe, die entlang der Inseln segeln, starten ihre Reise in Puerto Ayora. Viele Schiffe besuchen die Insel für die Charles Darwin Forschungsstation. Die Forschungsstation bietet ein kleines Museum, bietet einige Informationen
und es besteht die Möglichkeit, die unterschiedlichen Unterarten der Riesenschildkröte zu sehen und mit ihnen Bildern zu machen. Sie sehen möglicherweise sogar den bekannten Lonesome George. Von Puerto Ayora aus kann man zu dem schönen weißen Sandstrand von Bahìa Tortuga spazieren. Dort darf man auch ohne die Begleitung eines Guides spazieren oder schwimmen.
Die höher gelegenen Areale von Santa Cruz bieten spektakuläre Ausblicke auf Lavagestein und verschiedene Vegetationszonen, die Sie während Ihrer Wanderung durchqueren. Lesen Sie mehr über das Erlebnis von Madlen and Lars auf der Santa Cruz Insel.
San Cristobal ist die östlich gelegenste Insel der Galapagos Inselgruppe und einer der geologisch Ältesten. Sie trägt den Namen des Schutzpatrons der Seeleute ‘St. Christopher’. Der Englische Name kam von William Pitt, dem ersten Graf von Chatham. Die Insel hat eine Fläche von 558 Quadratkilometern und ihr höchster Punkt liegt auf 730 Metern.
Diese Insel ist die Heimat von Fregattvögeln, Galapagos-Seelöwen, Riesenschildkröten, Riesenseeschildkröten, Blaufußtölpeln und Rotfußtölpeln, Tropikvögeln, Meeresleguanen, Delfinen und Schwalbenschwanzmöwen. In den nahen Gewässern gibt es Haie, Rochen und Hummer.
Die Insel ist die Heimat von Fregattvögeln, Galapagos Seelöwen, Riesenschildkröten, Blaufuß- und Rotfußtölpeln, Tropikvögeln, Meeresleguanen, Delfinen und Schwalbenschwanz Möwen. In den Gewässern gibt es Haie, Rochen und Hummer. Der größte Frischwassersee, die El Junco Lagune, liegt im Hochland von San Cristobal in der südlichen Hälfte der Insel. Der See beherbergt eine große Volgelvielfalt.

Nördlich von Santa Cruz liegt diese sehr kleine Insel, die oft so voll von Seelöwen ist, dass man beim Anlegen des Bootes oft zum schreien und klatschen animiert wird, damit die Seelöwen Platz machen. Männliche Seelöwen nutzen diese Insel oft als Erholungsort nach einem heftigen Territorialkampf. Es wird nicht empfohlen, hier schwimmen zu gehen, da die Männchen für ihre Aggressivität bekannt sind. Die Insel hat außergewöhnlich viele Tiere, darunter auch der Galapagos Falke, der hier oft gesichtet werden kann.
Die Santa Fee Insel (Spanisch: Isla Santa Fe) wird auch nach dem Admiral Samuel Barrington „Barrington Insel“ genannt. Sie ist eine Insel mit 24 Quadratkilometern, die im Zentrum der Galapagos Inselgruppe, südöstlich von Santa Cruz, liegt. Auf Santa Fe wurde Vulkangestein gefunden, das rund 4 Millionen Jahre alt ist. Somit ist sie eine der ältesten Inseln. Die Vegetation ist gekennzeichnet durch Büsche, Palo, Santo Bäume und einer großen Vielfalt der Kaktusfeige Opuntia Echios.
Obwohl diese Insel für die meisten Besucher der Galapagos Inseln einfach zu erreichen ist, hat der Nationalpark den Zutritt zu dieser Insel stark eingeschränkt. Die Insel wird hauptsächlich für wissenschaftliche Forschung genutzt. Eine Langzeitstudie zu den Darwin Finken wurde hier über eine Dauer von 20 Jahren von den Biologen Peter und Rosemary Grand durchgeführt.

Es wird oft empfohlen, möglichst wenig mitzunehmen. Wegen der unterschiedlichen Temperaturen und Aktivitäten könnte dies aber zu einer kleinen Herausforderung werden. Um Ihnen bei der Vorbereitung für Ihren Trip auf die Galapagos Inseln zu helfen, haben wir diese Packliste erstellt.
Da die meisten Trips oder Kreuzfahrten zwischen 5-8 Tage dauern und das Wetter oft angenehm ist, sollte Sommerkleidung Priorität haben. Im Anschluss finden Sie eine Packliste, um Ihnen eine Idee zu liefern.
Abhängig davon, wo Sie während Ihrer Zeit auf den Galapagos Inseln wohnen werden, kann Seife und Shampoo zuhause gelassen werden, da die Hotel dies oft bereitstellen.
Ecuador und die Galapagos Inseln sind der Traum jedes Fotografens. Egal ob Amateur oder professioneller Fotograf, Sie werden wunderschöne Bilder machen. Sie sollten folgende Dinge mit sich bringen:
Da Personen oft spezielle Dinge mitbringen oder weglassen möchten, wird diese Liste nicht für jeden vollständig sein. Sie kann trotzdem als Anhaltspunkt für Ihre Galapagos Reise genutzt werden.
Wie alle Reiseziel haben die Galapagos Inseln ihre eigenen Werte & Bräuche. Als Tourist ist es sehr wichtig, diese Werte & Bräuche zu respektieren. Einer der wichtigsten Werte der Bewohner ist es, die Artenvielfalt der Galapagos Inseln zu schützen. Die Inseln haben ihre Berühmtheit durch exotische Kreaturen, die sich frei auf den Inseln bewegen, erlangt. Fremde Pflanzen und Tieren können eine Gefahr für den Schutz der Galapagos Inseln darstellen.
Indem Sie die Regeln des Nationalparks befolgen, helfen Sie, das Ökosystem der Inseln zu erhalten.
Die offizielle Sprache der Galapagos Inseln ist Spanisch. Heutzutage sprechen viele Guides wegen des wachsenden Tourismus auch Sprachen wie Englisch, Deutsch oder Französisch.
Die Galapagos Inseln sind ein besonderer Ort auf der Erde, welche eine Schönheit und Artenvielfalt bieten, die erhalten werden sollte. Die Inseln berufen sich auf das Konzept des Ökotourismus, was das eigenständige Erkunden dieses UNESCO Weltkulturerbes ermöglicht.
Für weitere Informationen über neue Erfahrungen auf den Galapagos Inseln kontaktieren Sie unsere Reiseexperten, damit wir Ihr nächstes Abenteuer gemeinsam planen können.